Spatzl-Report 3

Der morgen danach:
Aus den Vortagserfahrungen gelernt, haben wir unseren Morgenspaziergang erstmal an der langen Leine gestartet. Wie immer. Er zieht, ich fluche. 😉 Aber als er sein MorgengeschĂ€ft hinter sich verscharrt hatte, musst ich leider (wenn auch nicht unerwartet) feststellen, dass von unserem Bei-Fuß-Training vom Vortag nichts hĂ€ngen geblieben ist. Allerdings konnte ich auch beobachten, dass der Zeitpunkt, ab dem er das „Rumgehampel“ sein ließ und wunschgemĂ€ĂŸ bei Fuß ging, sich deutlich frĂŒher einstellte als am Vortag. Lernerfolg oder Zufall?

Interessant war aber auch eine ganz andere Beobachtung: Damian ist RĂŒde – zertifiziert, erprobt, erfahren und durch und durch. Und so lĂ€sst er sich auch gerne auf das Gehabe mit anderen RĂŒden ein. RumtĂ€nzeln, umrunden, knurren, nie wirklich gefĂ€hrlich boshaft, aber sehr anstrengend fĂŒr die Arme. Laut Hersteller von der Oberschenkelleine ist das aber kein RĂŒdenproblem, sondern meins, als schwĂ€chelnder RudelfĂŒhrer, der unsouverĂ€n mit der Situation umgeht. Dank „Legleader“ soll das aber ein Problem der Vergangenheit sein: Hund anschnallen und dann ab durch die Mitte. Und Hund erkennt, dass Herrchen jetzt die notwendigen FĂŒhrungsqualitĂ€ten an den Tag legt und folgt anstandslos. So, sinngemĂ€ĂŸ, steht’s jedenfalls ĂŒberall geschrieben. Und als wir heute wieder einem sich wild gebĂ€renden, in der Leine hĂ€ngenden RĂŒden begegneten, marschierte ich einfach munter weiter
 und
 Damian ging wortlos, stolz erhobenen Hauptes und perfekt an meiner Seite weiter. Kein tĂ€nzeln, kein knurren, kein ZĂ€hne zeigen. Toll. Ja, ganz genau so soll mein Hund sein. Ob allerdings der andere Hund heute ĂŒberhaupt Referenzcharakter hat, bleibt abzuwarten. Vielleicht war er ja auch nur „unter Damians WĂŒrde“. Wir werden sehen, wie es lĂ€uft, wenn mal ein altbekannter „Rivale“ oder eine gut duftende HĂŒndin in den Aktionsradius von unserem Gespann eindringt.

1 Gedanke zu „Spatzl-Report 3“

  1. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele Hundehalter schon mit solchen Kleinigkeiten wie der LeinenfĂŒhrigkeit völlig ĂŒberfordert sind und Unsummen fĂŒr angebliche Wunderhilfsmittel ausgeben. LeinenfĂŒhrigkeit und korrektes Fußgehehen sind KleinĂŒbungen, die der Junghund etwa mit drei bis vier Monaten fast von selbst lernt, wenn die Rangordnung zwischen FĂŒhrer und Hund geklĂ€rt ist. Dazu bedarf es nur einer konsrquenten Haltung des HUndefĂŒhrers ohne hinderliches Vermenschlichen des Hundes. Die großen HundeflĂŒsterer behaupten natĂŒrlich das Gegenteil, denn schließlich wollen sie die Übungen so langwierig wie möglich gestalten um auch ordentlich Geld damit zu verdienen. Und natĂŒrlich preisen sie auch so viel wie möglich der Wundermittel an, weil sie daran auch wieder verdienen.Und der unwissende Laie kauft und klatscht. Die fachmĂ€nnische Korrektur eines nicht leinenfĂŒhrigen Hundes dauert bei einem echten Fachmann 30 Sekunden. WerÂŽs nicht glaubt komme in meine Hundeschule „von der Frankentanne“ dort beweise ich es ihm.

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